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Prof. Dr. Blagoy Blagoev

Der von Prof. Dr. Blagoy Blagoev geleitete Lehrstuhl für Organisation befasst sich mit zeitgenössischen Problemen, Praktiken und Formen der Organisation sowie ihren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Blagoy Blagoev arbeitet regelmässig mit Praxispartnern an Themen wie Führungsentwicklung und Führungskompetenzen für die digitale Welt, Organisationsstruktur und -design, Diversität und Inklusion sowie organisatorische Agilität und Ambidextrie. Er hat zahlreiche Preise, Stipendien und Förderungen erhalten, darunter den Ernst-Reuter-Preis (2016), zwei DFG-Projektstipendien (2015 und 2017), das Governing Responsible Business Fellowship an der Copenhagen Business School (2016-2017) sowie Stipendien der DFG und des DAAD.

Forschung

In unserer Forschung verknüpfen wir Organisationswissenschaft mit Themen rund um das Management von Strategie, Technologie und Nachhaltigkeit. Zu unseren Hauptforschungsinteressen gehören (1) Organisation und Management für Nachhaltigkeit, (2) Technologie und Organisation, (3) neue Arbeits- und Organisationsformen und (4) organisatorischer Wandel und Innovation. Unsere Forschung ist in führenden internationalen Fachzeitschriften erschienen, darunter Administrative Science Quarterly, Academy of Management Journal, Academy of Management Review, Journal of Management, Journal of Management Studies, Organization Studies, Organization und Scandinavian Journal of Management.

Forschungsbereiche

Im Mittelpunkt unserer Forschungsaktivitäten steht das Interesse für die fundamentale und konstitutive Rolle von Temporalität für das Organisationsgeschehen. Der temporale Forschungsansatz beschäftigt sich mit Zeit als einer grundlegenden Dimension, die das Verhalten von Organisationen und ihrer Mitglieder oft unbemerkt prägt. Hierbei stehen Themen wie Vergangenheits- und Zukunftsorientierung ebenso wie Fragen nach der Gestaltung effizienter, aber auch familienfreundlicher Arbeitszeitroutinen und -strukturen und eine grundlegende Erforschung des organisatorischen Umgangs mit sowie Strukturierung und Bewertung von Zeit und Zeitlichkeit im Vordergrund. 

Einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Forschung bildet die Auseinandersetzung mit der Spannung zwischen Beharrungsvermögen und Veränderbarkeit organisatorischer Strukturen, Praktiken und Prozesse angesichts sich wandelnder Umweltbedingungen. Wandel stellt eine der wichtigsten und größten Herausforderungen für Organisationen dar, da angestoßenen Wandelinitiativen sehr oft nicht die angestrebten Ergebnisse erzielen oder schlichtweg scheitern. Zugleich kann solches Scheitern die Existenz von Organisationen bedrohen. Unsere bisherige Forschung hat die Ursachen solchen Scheiterns ebenso wie die Möglichkeiten der Veränderung rigider, pfadabhängiger Strukturen und Routinen in privatwirtschaftlichen wie öffentlichen Organisationen ergründet. 

Wie lassen sich Organisationen (um)gestalten, sodass sie den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – dem Klimawandel, der Digitalisierung, dem Umgang mit Unerwartetem (etwa der COVID-19-Pandemie) – gerecht werden? Diese Frage gründet auf der Annahme, dass Organisationen, insbesondere auch privatwirtschaftliche Unternehmen, eine wichtige (Mit-)Verantwortung bei der Lösung globaler sozialer und ökologischer Herausforderungen tragen. Unsere Forschung in diesem Gebiet befasst sich hierbei vor allem mit dem organisatorischen Umgang mit intertemporalen Spannungen – Konflikten zwischen den gegenwärtigen und den künftigen Bedürfnissen von Organisationen – im Nachhaltigkeitsmanagement. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie in Organisationen ein Wandel vorhandener, eher kurzfristiger Orientierungen hin zu einer Orientierung an den sogenannten fernen Zukünften vollzogen werden kann. Denn eine solche Orientierung ist für die Umsetzung ambitionierter Nachhaltigkeitsstrategien (etwa Dekarbonisierung bis 2050) unerlässlich.

Im Zuge der Digitalisierung sind eine Reihe neuer Organisations- und Arbeitsformen entstanden, die erst durch digitale und global vernetzte Technologien ermöglicht werden. Unsere Forschungsarbeiten in diesem Gebiet zielen darauf ab, die Dynamik, Potenziale und Grenzen solcher neuen Formen des Organisierens und Arbeitens – etwa Coworking Spaces, partizipative und agile Organisationsdesigns oder Open Science – kritisch zu beleuchten. Empirisch haben wir beispielsweise die sozialen Rituale, Routinen und Kontrollmechanismen von Coworking Spaces, die Organisationspraktiken von Open Science Communities, sowie formell hierarchielose Organisationsdesigns untersucht.

Lehre

Unsere Lehrveranstaltungen vermitteln fundierte Fachkenntnisse über die Problemfelder, Theorien und Instrumente der zeitgenössischen Organisationslehre. Sie regen die Studierenden auch dazu an, einen kritisch-reflexiven Zugang zu Organisationen und ihrem Management zu entwickeln. Ferner lernen die Studierenden dabei, Probleme der Organisation in ihrer Komplexität zu identifizieren und analysieren, eigene theoriegeleitete Lösungsansätze zu entwickeln, sowie letztere im Kontext bestehender (organisatorischer) Strukturen und Prozessen umzusetzen.

Team

Blagoy Valentinov Blagoev

Prof. Dr.

Direktor, Professor für Organization Studies

Büro 33-510
Rosenbergstrasse 51

9000 St. Gallen

Barbara Langenegger

Office Manager, Informatik und Personal

M+S, Rosenbergstrasse 22
Organization Studies, Rosenbergstrasse 51

9000 St. Gallen

Alexandra Engström

Doctoral Student & Research Associate

Rosenbergstrasse 51

9000 St. Gallen

Jonas Friedrich

Dr.

Great Minds Postdoctoral Fellow

Chair of Organization Studies
Rosenbergstraße 51

9000 St. Gallen

Lena Rieck

M.Sc.

Doctoral Student & Research Associate

Rosenbergstrasse 51

9000 St. Gallen

Chris Schäfer

M.A.

Doctoral Student & Research Associate

Rosenbergstrasse 51
Büroadresse C33 | 5

9000 St. Gallen
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